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„Unerwartet bekannt“ – ein Gastbeitrag von Sophie Huppert

19. Februar 2018 / Comments (0)

Bis zum 11. Januar 2018 ging es für mich in meiner Funktion als Kommunikationsberaterin bei sam waikiki nur um die Vorträge von Sven Enger, um seine Positionierung als Keynote Speaker für den digitalen Wandel. Darum das, was zunächst autodidaktisch und als Einzelunternehmer begonnen hatte, weiter auszubauen und zu schärfen. Und dabei deutlich zu machen, dass es bei der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen nicht vorrangig um Technologie geht, sondern dass es sich vor allem um die gesellschaftlichen und individuellen Herausforderungen dreht.

Und dann kam die Veröffentlichung des Buchs von Sven Enger „Alt, arm und abgezockt“, über Altersarmut und den Niedergang des Systems der privaten Vorsorge. Im Vorwege gefragt, was er sich von dieser Veröffentlichung erhoffte, wurde eines deutlich: er rechnete keinesfalls mit Bekanntheit – eher damit, im allgemeinen Mediendschungel unterzugehen. Dank der professionellen Pressearbeit des Ullstein-Verlags erschien am Tag vor der Veröffentlichung ein kontrovers geführtes Interview im Stern. Der Grundstein für „unerwartet bekannt“ war gelegt.

Ganz schnell ging es nicht mehr um das Koordinieren von Presseanfragen, das Versenden von medienadäquaten Fotos und darum, im ersten Schritt die Kommunikation mit Medienvertretern zu übernehmen. Plötzlich stand wieder stark die Frage der Positionierung im Vordergrund, das Ausmerzen zu drastischer Schlagzeilen und die Verhinderung verkürzter Darstellungen zu Inhalten und seiner Person. Es ging also um nicht weniger als klare und zielgerichtete Kommunikation.

In den ersten zwei Wochen nach der Buchpublikation kam es darauf an, deutlich zu machen, dass es Sven Enger – trotz provokanter und von den Medien viel zitierten Aussagen wie „raus aus der Lebensversicherung“ – um viel mehr als die (häufig unterstellte) Verkaufsabsicht und Kritik an Versicherern geht. Es geht ihm darum, Mut zur Veränderung zu machen, alle Beteiligten zu einem offenen Diskurs über die Zukunft der Vorsorge und die damit verbundenen Chancen der Digitalisierung aufzufordern. Wer Sven Enger kennt, weiß, dass eine gewisse Provokation zu seinem Auftreten gehört – was in den Vorträgen einen Teil seines Erfolgs ausmacht, in der Kommunikation mit den Medien aber wohl dosiert sein will.

Die Teilnahme an der Fernsehdiskussion „Hart aber fair“ und eine Vielzahl von Veröffentlichungen in Magazinen und Tageszeitungen haben gewiss den Bekanntheitsgrad gesteigert. Jetzt kommt es darauf an, diese Bekanntheit zu nutzen und die Positionierung weiter zu schärfen, um die eigene Botschaft verständlich zu machen. Ziel ist es, ihn noch wahrnehmbarer für Unternehmen und Institutionen als Experte und Keynote Speaker für den digitalen Wandel zu machen und mit der Veränderung einhergehende kulturelle Herausforderungen für Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Führung, doch insbesondere für unsere Gesellschaft ins Bewusstsein zu rücken.

Für die Veröffentlichung seines nächsten Buches gilt: Rechne nie damit, dass es keinen interessiert! Ich freue mich, die spannende Reise kommunikativ zu begleiten, gemeinsam weiter zu lernen und mein Know-how einzubringen.

Last modified: 21. Mai 2018