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Schöne digitale Welt

21. März 2016 / Comments (0)

Noch nie war der Zugang zu Bildung so einfach wie heute.

Noch nie waren wir durch die globale Vernetzung besser über die Probleme, Sorgen, Nöte der gesamten Menschheit informiert wie heute. Seit Jahrzehnten lernen und verstehen wir dabei, dass wir alle Teil einer vernetzten Welt sind.

Dennoch werden wir in der Politik, in der Wirtschaft und in den Medien bestimmten Zielgruppe zu sortiert, als ob wir stets „links“ oder „rechts“, „öko“, „politik-„ oder „sportbesessen“ wären.

Als Folge bombardieren TV und Magazine uns mit den immer gleichen Informationen, treiben immer wieder nur „die eine Sau durchs Dorf“ und schließen dabei eine Menge anderer Stimmen, Szenen, Themen und Trends aus.

Die Frage, wie wir gemeinsam als Spezies erfolgreich sein können, wie wir glücklich werden, blühen und „gedeihen“ können, bewegt heute weit mehr gebildete und erfolgreiche Menschen, als es den Regierenden und Top-Entscheidern nur ansatzweise bewusst ist.

Die Frage nach den bestmöglichen Ideen, digitalen Geschäftsmodellen und disruptiven Innovationen, verunsichert uns, die Perspektive macht aber auch neugierig. Sie interessiert immer mehr, aber es gibt noch zu wenige gemeinsame Ausdrucksformen.

Stattdessen werden wir mit Informationen darüber, „was alles schief läuft“ und worüber und wir uns Sorgen machen sollten abgefüllt. Nichts neues, denn die Medien sorgen mit ihrer wenig differenzierten Berichterstattung dafür, dass wir abstumpfen. Das daraus resultierende Phänomen verdient dann wohl zurecht den Namen der „Bequemlichkeitsverdummung“.

Im Erleben einer gut ausgebildeten, hochmobilen, dabei global denkenden und fühlenden Generation verwischen sich die alten Identitätsgrenzen zwischen Politik, Karriere, Wissenschaft, Lifestyle, Ökologie und Spiritualität.

Viele interessieren sich auf eine nicht-idiologische und pragmatische Art für verschiedenste Bereiche gleichzeitig, weil keiner die konkrete Chance auf eine Verbesserung der eigenen Lebensumstände verpassen möchte.

Hier bildet sich eine neue Gesellschaft

-zuerst digital in den sozialen Medien des Internets- mit ihren eigenen Gesichtern, Stimmen und Geschichten.

Wer in dieser Gesellschaft den Mut hat, auszuprobieren, riskiert Fehler zu machen, weil gerade „die digitale Zeit“ dies ermöglicht, weil sich neue Möglichkeiten, Ideen und Lösungen jenseits klassischer Kultur-, Standes-, Politik-, Religions- und Ideologiegrenzen bilden.

Es braucht einen neuen Mut, eine neue Hoffnung auf neue Inhalte und auf eine neue Sicht.

Last modified: 22. Juni 2017