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„Private Altersvorsorge in Gefahr?“

17. August 2018 / Comments (0)

Für die Sendung Monitor in der ARD vom 16. August wurde Sven Enger für den Bericht „Altersvorsorge in Gefahr?“ interviewt. Die Macher der Sendung haben in ihrem Beitrag eine Rentnerin portraitiert, deren auf den Sohn abgeschlossene Lebensversicherung mit einst 4,5 % Garantiezinsen inzwischen zweimal an andere Gesellschaften verkauft wurde – zunächst von der Volksfürsorge an Generali und zuletzt von Generali an Viridium. Die Rentnerin ist zurecht empört. Viel schlimmer wiegt jedoch, dass der Gesetzgeber den Versicherungsgesellschaften die Möglichkeit eingeräumt hat, ihre Leistungen – im Falle finanzieller Schieflage – beliebig herabsetzen zu können, pikanterweise bestätigt durch das Finanzministerium. Ein Armutszeugnis für die Politik, die sich weiterhin beharrlich weigert, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen: wer heute seine Altersvorsorge auf Lebensversicherungen aufgebaut hat, ist der Dumme. Befeuert wird die Beschwichtigung einmal mehr durch den Verband der Versicherungswirtschaft. Die immer wiederkehrende Logik des GDV: ein Verkauf der Lebensversicherungsbestände an eine Run-off-Gesellschaft sorgt durch die Umverteilung von Kosten für größere Sicherheit für die Versicherten.

Wo bleibt der Aufschrei der Versicherten?

Last modified: 17. August 2018