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Innovation und Veränderung kann man nicht verordnen

13. März 2019 / Comments (0)

– sie erwächst aus der eigenen inneren Haltung

Energiewende, Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, Mobilität, New Work – längst ist klar, dass sich auch die Energiebranche dem Veränderungsdruck der Moderne nicht mehr lange verschließen kann. Vorbei die Zeiten, in denen der Strom aus der Steckdose kommt und der Auftrag der Daseinsvorsorge alleine das Geschäftsmodell trägt und die Zukunft sichert. Heute sind Innovation, Kundenzentrierung und vor allem Geschwindigkeit gefragt, denn vor allem die veränderte Kommunikation der Kunden durch digitale Medien hat die Welt schrumpfen lassen, macht den Vergleich von Angeboten transparent und einfach und verändert das Kaufverhalten der Konsumenten.

Soweit die Ausgangslage mit der sich auch die Pfalzwerke – Energieversorger der Pfalz und Saar-Pfalz mit über 100-jähriger Tradition – konfrontiert sehen. Um sich fit für die Zukunft zu machen und Innovation zu fördern, haben wir gemeinsam mit dem Unternehmen 2018 die Initiative Digitale Transformation entwickelt und ins Leben gerufen. Ein zentrales Element für die innovative, ja vielleicht sogar disruptive (Weiter-)Entwicklung von (neuen) Geschäftsfeldern ist das Innovationsteam. Dieses setzt sich interdisziplinär aus Mitarbeitern der gesamten Pfalzwerke-Gruppe zusammen. Fernab ihres Tagesgeschäfts und frei von den üblichen Strukturen und Kommunikations- bzw. Entscheidungswegen entwickelt das Team innovative Ideen und bereitet diese für den Pitch vor dem Entscheidungsteam auf. Soweit die Theorie.

Schon aus diversen anderen Projekten wissen wir: Innovation lässt sich nicht verordnen – sie erwächst aus der eigenen inneren Haltung. Unser zentrales Anliegen: Wir befähigen die Mitglieder des Innovationsteams über eine enge, persönliche und empathische Begleitung mit verschiedensten Impulsen über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, sich und seine Rolle laufend zu hinterfragen und sich frei von überholten, hindernden Mustern zu machen. Klingt leichter als es häufig ist. Damit der Wandel gelingt und sich die Innovatoren mutig auf den Weg machen können, helfen wir ihnen, sich ihrer selbst bewusst zu werden, ihre eigene Haltung wahrzunehmen, ihre Rolle im Job anzuerkennen und für diese Aufgabe ein Stück weit hinter sich zu lassen. Wir ermutigen sie, sich mit der Frage nach ihrem eigenen „warum stehe ich jeden Morgen auf und gehe zur Arbeit“ zu beschäftigen. Und sich im Team genau darüber auszutauschen, sich immer wieder nach interdisziplinären Chancen und Verbindungen umzusehen. Und ganz wichtig: immer den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade der Perspektivwechsel vom Mitarbeiter hin zum Kunden fällt häufig schwer, sind wir es doch gewohnt, auf unseren Job aus Sicht des Unternehmens und des Produkts zu schauen. Es gilt für uns als Impulsgeber und Mentoren also, das Innovationsteam immer wieder konsequent aus seiner gewohnten Sicht zu schubsen und immer wieder den Kunden in den Blick zu nehmen.

Aber nicht nur das: Innovation entsteht durch kurze Entwicklungszyklen, schnelles Testen erster Prototypen beim Kunden und Geschwindigkeit. Ebenfalls ein großer Paradigmenwechsel für Mitarbeiter, die es gewohnt sind, Arbeitsergebnisse minutiös zu dokumentieren und bis zum Ende detailliert zu durchdenken, bevor sie beim Chef vorgelegt werden – unsere Prägung in Sachen Fehlerkultur lässt grüßen.

Durch ihre Mitarbeit im Innovationsteam und unser impulsgeladenes Mentoring geraten die Kollegen in Bewegung, ihre Haltung verändert sich ebenso wie ihre Freiheit im Kopf, mutig, neu und anders zu denken. Der Perspektivwechsel hin zum Kunden und hin zu schnellen, kurzen Entwicklungszyklen verändert das Mindset jedes einzelnen. Und diese Veränderung spüren nicht nur wir schon nach wenigen Wochen – das Innovationsteam trägt sie zurück in die Pfalzwerke-Gruppe, in die Strukturen des Unternehmens und in die anderen Teams in der Organisation. Für uns der Beginn eines Wandels von unten und für die Pfalzwerke eine echte Chance auf eine innovative Zukunft des gesamten Unternehmens.

 

Last modified: 13. März 2019